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Irlandreise (sechster und letzter Teil, 28. bis 30.9.)

nun folgt also noch der letzte Teil meiner Reise, etwas verspätet, weil nach meiner Rückkehr erst mal jede Menge Arbeit im Shop auf mich wartete. Robert und Max Öttl, meine Vertretung während des Irland-Tripps hatten einen sehr guten Job gemacht und die Bestellungen zuverlässig und schnell verschickt.

Samstag, der 28. September war noch einmal ziemlich vollgepackt: um 13:00 spielten in der Church of Ireland John Sheahan und Eamon Keane. John war knapp 50 Jahre der Fiddler bei den Dubliners, ein hochtalentierter und sehr sympathischer Musiker. Ende letzten Jahres gab er dann seinen Ausstieg bekannt, auch ohne den plötzlichen Tod von Barney McKenna im Frühjahr 2012 hätte er wohl Schluß gemacht – verständlich, irgendwann ist es genug und das 50. Jubiläum der Gruppe war da ein naheliegender Zeitpunkt. Nun gibt John Sheahan also alleine, bzw. in diesem Fall mit Eamon Keane am Keyboard Konzerte und trägt auch Gedichte vor, die er seit einigen Jahren schreibt. Eine Veranstaltung mit einem solch legendären Musiker in einem so intimen Rahmen ist natürlich ein besonderes Erlebnis. Sogar bei Soundcheck und Probe durfte ich schon dabei sein.

John Sheahan & Eamon Keane

John Sheahan & Eamon Keane

John Sheahan & Eamon Keane

John Sheahan & Eamon Keane

John Sheahan & Eamon Keane

John Sheahan & Eamon Keane

John Sheahan

John Sheahan

John Sheahan

John Sheahan

John Sheahan

John Sheahan

Danach stand der „Fun on the Street“ im Rahmen der Arts Week auf dem Programm, eher etwas für Famiien mit Kindern, so dass mir Zeit für ein letztes Stück Rhubarb Crumble und einem Vanilla Latte in Walsh’s Bakery blieb.
Um 17:00 stand dann das Wiederholungsspiel um die Entscheidung im All Irland Final im Hurling zwischen Clare und Cork an. Im ersten Duell war man unentschieden auseinandergegangen und das ganze Land fieberte nun dem Replay entgegen. Hurling (irisch: Iomáint, Iománaíocht) ist ein Mannschaftssport keltischen Ursprungs, der mit Stöcken und einem Ball gespielt wird und  eine der schnellsten Mannschaftssportarten der Welt ist. Es war ein Spektakel auf höchstem Niveau, das am Ende relativ sicher von Clare gewonnen wurde.

Abends um 20:00 war es dann Zeit für die „Grand Parade“, den Höhepunkt und inoffiziellen Abschluss der Clifden Arts Week. Es ist wirklich erstaunlich, was der kleine Ort da jährlich auf die Beine stellt, es war eine phantasiereiches und farbenfrohes Ereignis, das beim zahlreichen Publikum großen Anklang fand. Höhepunkt neben der eigentlichen Parade waren Artisten, die sich an einem von einem Kran gehaltenen Seil vom Dach des Alcock & Brown Hotels in die Höhe ziehen ließen und dort artistische Kunststücke vollführten.

Grand Parade

Grand Parade

Grand Parade

Grand Parade

Grand Parade

Grand Parade

Grand Parade

Grand Parade

Grand Parade

Grand Parade

Grand Parade

Grand Parade

Grand Parade

Grand Parade

Grand Parade

Grand Parade

Grand Parade

Grand Parade

Grand Parade

Grand Parade

Grand Parade

Grand Parade

Grand Parade

Grand Parade

Grand Parade

Grand Parade

Grand Parade

Grand Parade

Grand Parade

Grand Parade

Grand Parade

Grand Parade

Grand Parade

Grand Parade

Grand Parade

Grand Parade

Grand Parade

Grand Parade

Grand Parade

Grand Parade

Grand Parade

Grand Parade

Grand Parade

Grand Parade

Grand Parade

Grand Parade

Grand Parade

Grand Parade

Grand Parade

Grand Parade

Grand Parade

Grand Parade

Grand Parade

Grand Parade

Grand Parade

Grand Parade

Grand Parade

Grand Parade

Am nächsten Tag hieß es dann nach neuen Tagen Abschied von Clifden nehmen.
Auf meinem Weg ins County Carlow machte ich Station auf dem Galway Airport, wo Sharon Shannon einen „Fundraiser“ für ihre Tierschutzorganisation „AHAR“ (Animal Heaven Animal Rescue) organisiert hatte. Prominente und nicht prominente Unterstützer von Sharon konnten dort mit einem Tandem-Fallschirmsprung Geld sammeln (die Prominenten, in dem sie sich „sponsorn“ ließen, die Normalsterblichen durch das Zahlen für den Sprung).
Sharon Shannon ist die wohl bekannteste und erfolgreichste Akkordeonspielerin Irlands, ihre Konzerte sind – man kann es nicht anders sagen – der Hammer. Legendär sind auch ihre Kollabarationen mit anderen Musikern wie Steve Earl, Shane McGowan, Mundy und vielen mehr. Sharon ist ein Persönchen von vielleicht 1,55 „Größe“ und 45kg Gewicht, bei der man auch ohne Fallschirm bei mehr als Windstärke 3 Angst hat, dass sie gleich abhebt.
Im Hangar gab es ein Rahmenprogramm für Groß und Klein, Bands und Musiker spielten und es war eine sehr gute Stimmung. Leider war das Wetter an diesem Tag wieder irisch, d.h. es war zwar die meiste Zeit trocken, aber die Wolken hingen die meiste Zeit zu tief als dass Sprünge möglich gewesen wären, so dass nur ein Teil möglich war. Zumindest die Promis, die nicht zum Zuge kamen, haben aber versprochen, die Sprünge nachzuholen.

Hangar am Galway Airport

Hangar am Galway Airport

die ersten tapferen Springer machen sich auf den Weg

die ersten tapferen Springer machen sich auf den Weg

Sharon Shannon

Sharon Shannon

Sharon Shannon

Sharon Shannon

das einzige Tier beim Tieschutz-Event

das einzige Tier beim Tieschutz-Event

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Sharon und ihre Mitstreiter(innen)

Sharon und ihre Mitstreiter(innen)

Sharon und ihre Mitstreiter(innen)

Sharon und ihre Mitstreiter(innen)

Sharon und ihre Mitstreiter(innen)

Sharon und ihre Mitstreiter(innen)

Sharon und ihre Mitstreiter(innen)

Sharon und ihre Mitstreiter(innen)

Sharon und ihre Mitstreiter(innen)

Sharon und ihre Mitstreiter(innen)

Danach ging es weiter ins „Mount Woulstey Hotel und Spa“ im County Carlow, einem leicht überdimensionierten Gebäude mit Golfplatz und großem Spa ausserhalb des Örtchens Tullow, in das mich mein Navi auf zum Teil abenteuerlichen Nebenstrassen lotste. Dort genoss ich den Aufenthalt im Pool und ein schönes Essen.

Vom Montag, meinem letzten Tag in Irland gibt es Gott sei Dank nicht viel zu berichten, hätten es doch nur Probleme bei der Rückreise sein können. Meine Fahrt zum Dublin Airport dauerte knapp zwei Stunden, dort gab ich meinen Mietwagen mit 2500 gefahrenen Kilometern und ohne Kratzer ab. Der Shuttle Bus brachte mich zum Flughafen und ich hatte noch Zeit für ein Essen. Auch der Flug und die Heimfahrt verliefen ohne Komplikationen, so dass ich um 20:45 meine Katze Celeste wieder in die Arme schließen konnte, die mir die lange Abwesenheit nicht übel nahm, sonder sich über meine Rückkehr freute.

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Irlandreise (fünfter Teil, 26. und 27.9.)

Der gestrige Tag gehörte Galway City.
Der Name des Ortes leitet sich vom irischen Namen des nur 15 Kilometer langen Flusses, der den Loch Coirib mit der Galway-Bucht (Cuan na Gaillimhe) verbindet, her. Im Englischen wird der Fluss nach dem See mit dem Namen Corrib River bezeichnet, auf Irisch heißt der Fluss dagegen Abhainn na Gaillimhe, bzw. An Ghaillimh was wörtlich „Steiniger Fluss“, bzw „die Steinige“ bedeutet. Der ursprüngliche Siedlungsort im heutigen Stadtteil Claddagh hieß Dún Bhun na Gaillimhe (Festung an der Mündung des Steinigen Flusses), später erweiterte sich dies zur Cathair na Gaillimhe (die Stadt am Gaillimh), oder kurz „Gaillimh“.
Ich komme immer sehr gerne hierher. Auch wenn es dieses Mal nicht dazu reichte ein paar Nächte hier zu verbringen, so war es doch schön, wenigstens einen Streifzug durch die farbenprächtigen und lebhaften Straßen der Universitätsstadt zu machen. Die Stadt ist in den letzten wenigen Jahrzehnten stark gewachsen, hat aber nichts von ihrem Charme verloren. Hier ist immer etwas los: man hat den Eindruck, es steht jede Woche ein anderes Großereignis auf dem Programm: Galway Races, Galway Arts Festival, Galway Oyster Festival, Galway Film Fleadh, Galway International Festival of Literature, und und und. Es gibt traditionelle und moderne Pubs und Musikkneipen wie das Roisin Dubh oder das Monroes. In vielen Pubs gibt es traditionelle Sessions. Darüber und über die zahlreichen Sehenswürdigkeiten werde ich demnächst einen eigenen Blogbeitrag schreiben, wenn ich nicht zuhause nicht mehr gebückt über ein das Notebook in der Hotellobby auf der Winzlingstastatur zu Werke gehen muss.

Galway City

Galway City

Galway City

Galway City

Aran Sweater

Aran Sweater

Galway City

Galway City

Sweet Shop

Sweet Shop

The Sweet Shop, in Paradies für Liebhaber von Süßigkeiten

The Sweet Shop, in Paradies für Liebhaber von Süßigkeiten

Galway City

Galway City

The King's Head, ein Superpub"

The King’s Head, ein Superpub“

Galway City

Galway City

Galway City

Galway City

Taffees, ein Pub mit gutem Bier und guter Livemusik

Taffees, ein Pub mit gutem Bier und guter Livemusik

Straßenmusiker

Straßenmusiker

Mc Cambridges, ein sehr gutes Delikatessengeschäft

Mc Cambridges, ein sehr gutes Delikatessengeschäft

Galway City

Galway City

Lynch's Castle

Lynch’s Castle

Zurück in Clifden machte ich einen Spaziergang durch den Ort, bevor dann um 17:59 der Höhepunkt des „Arthur’s Day anstand.

Der Hauptplatz in Clifden

Der Hauptplatz in Clifden

EJ King's

EJ King’s

Mitchell's, das beste Restaurant für Seafood in Clifden

Mitchell’s, das beste Restaurant für Seafood in Clifden

Clifden

Clifden

Church of Irland in Clifden

Church of Irland in Clifden

Clifden

Clifden

Cliden

Cliden

Der Arts Festival Wohnwagen

Der Arts Festival Wohnwagen

Blumenschmuck einmal anders

Blumenschmuck einmal anders

Natürlich handelt es sich dabei nur um einen weiteren Marketing Gag von Diageo, zu dessen Konzern Guinness mittlerweile gehört und es wird in Irland auch so schon genug getrunken. Trotzdem ist es zumindest hier in Clifden nett, bei Livemusik um 17:59 (das Geburtsjahr von Arthur Guinness ist 1759) auf den großen Mann anzustoßen.

Vorbereitung für "Artur's Day"

Vorbereitung für „Artur’s Day“

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Der heutige Tag begann wieder sonnig und warm, eine gute Gelegenheit für mich, zum Lough Corrib, dem mit einer Länge von 48 Kilometern und einer Fläche von ca. 200 Quadratkilometern größten See der Republik Irland zu fahren. Es gibt mehr als 360 Inseln und der See ist weithin für seinen Lachs- und Forellenbestand berühmt. Von Oughterard aus führt eine wenig bekannte Straße zu einigen sehr schönen Aussichtspunkten.

Lough Corrib

Lough Corrib

Lough Corrib

Lough Corrib

Lough Corrib

Lough Corrib

Lough Corrib

Lough Corrib

Lough Corrib

Lough Corrib

Lough Corrib

Lough Corrib

Lough Corrib

Lough Corrib

Lough Corrib

Lough Corrib

Danach fuhr ich weiter auf der N59 in Richtung Galway nach Moycullen, wo heute Markttag war. Allerdings war das Ganze um einiges kleiner als ich erwartet hatte. Nichtsdestotrotz lernte ich Michelle Marsh kennen, die in Barna unter „The Soap Bar“ richtig tolle handgefertigte Seifen herstellt und ich hoffe, ihre Produkte demnächst ein meinem Shop anzubieten.

Nach meiner Rückkehr nach Clifden und dem traditionellen Stück Kuchen und einem Vanilla Latte in Walsh’s Bakery nutzte ich noch das schöne Wetter und fuhr nach Cleggan, einem kleinen Fischerdorf ca. 15km nordwestlich von Clifden. Bekannt ist es dafür, dass von hier die Fähren nach Inishboffin ablegen und man hat einen schönen Blick von hier aufs Meer.

Am Pier in Cleggan

Am Pier in Cleggan

Am Pier in Cleggan

Am Pier in Cleggan

Irlandreise (vierter Teil, 24. und 25.9.)

Die Tage gestern und heute begannen jeweils ziemlich trüb, um sich dann zu richtigen Sonnentagen zu entwickeln.
Leider war ich so gesehen gestern Vormittag zu früh nach Leenane und dem Killary Fjord unterwegs…
Der Killary Fjord ist Irlands einziger solcher, falls es denn wirklich einer ist. Laut letzten Forschungen ist dieser Meeresarm, der sich kilometerlang ins Landesinnere erstreckt möglicherweise doch nicht durch einen Gletscher entstanden. Eindrucksvoll ist er allemal. Man kann ihn mit dem Schiff befahren und dabei die zahlreichen Lachsfarmen besichtigen. Wegen des bescheiden Wetters habe ich mir das dieses Mal geschenkt.

auf dem Weg zum Killary Fjord

auf dem Weg zum Killary Fjord

Killary Fjord

Killary Fjord

Killary Fjord

Killary Fjord

Killary Fjord

Killary Fjord

Killary Fjord

Killary Fjord

Killary Fjord

Killary Fjord

Den Nachmittag habe ich dann am Meer verbracht.

Der heutige Mittwochmorgen führte mich nach Roundstone, einem kleinen Ort von ca. 400 Einwohnern, sehr schön an einer Bucht gelegen. Dort habe ich mich auch mit einer kleinen Mieze angefreundet.

Roundstone

Roundstone

Roundstone

Roundstone

Roundstone

Roundstone

Roundstone

Roundstone

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meine neue Freundin in Roundstone

meine neue Freundin in Roundstone

Roundstone

Roundstone

Am Ortsrand befinden sich Werkstatt und Shop von Malachy Kearns, Irlands wohl bekanntestem Bodhranmacher. Unter vielen anderen kauft auch Christy Moore dort. Ich habe mir schon vor Jahren eine der typischen irischen Trommeln mit nach Hause gebracht, allerdings nur als Ziergegenstand und nicht um meine Nachbarn zu nerven; Bodhranspieler sind nicht immer sehr beliebt, wenn sie sich z.B. bei Sessions nicht zurückhalten und zu sehr in den Vordergrund trommeln.

Malachy Kearns in Roundstone

Malachy Kearns in Roundstone

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Den Rückweg nach Clifden habe ich nicht die Küste entlang genommen, sondern bin durchs Landesinnere über die „Bog Road“ gefahren. Eine holprige, aber sehr eindrucksvolle Route führt durch einsames Moorgebiet, wo auch heute noch Torf abgebaut wird. Um ehrlich zu sein weiß ich nicht wo der Torf für die Bog Buddies herkommt, die ich im Sortiment habe und die wunderbare Dekorationsgegenstände aus diesem jahrtausendealten Material sind, aus einer ähnichen Gegend muss er sein.
Angeblich glauben manche Einheimische, dass es in dieser Gegend spukt und meiden das Gebiet während der Dunkelheit. Auch wenn das nicht stimmt, ist das wegen der schmalen und unebenen Straße zu empfehlen.

Bog Road von Roundstone nach Clifden

Bog Road von Roundstone nach Clifden

Bog Road von Roundstone nach Clifden

Bog Road von Roundstone nach Clifden

"hier ist leider keine Durchfahrt..."

„hier ist leider keine Durchfahrt…“

Bog Road von Roundstone nach Clifden

Bog Road von Roundstone nach Clifden

Bog Road von Roundstone nach Clifden

Bog Road von Roundstone nach Clifden

Am Nachmittag habe ich dann die Sonne am Strand von Ballyconneely genossen, der durchaus mit denen in der Karibik mithalten kann – von den Temperaturen einmal abgesehen…

Strand bei Ballyconneely

Strand bei Ballyconneely

Strand bei Ballyconneely

Strand bei Ballyconneely

Strand bei Ballyconneely

Strand bei Ballyconneely

Strand bei Ballyconneely

Strand bei Ballyconneely

Strand bei Ballyconneely

Strand bei Ballyconneely

Strand bei Ballyconneely

Strand bei Ballyconneely

nicht Antigua, sondern der Strand bei Ballyconneely

nicht Antigua, sondern der Strand bei Ballyconneely

Strand bei Ballyconneely

Strand bei Ballyconneely

ein mutiger Mann

ein mutiger Mann

Strand bei Ballyconneely

Strand bei Ballyconneely

Strand bei Ballyconneely

Strand bei Ballyconneely

Strand bei Ballyconneely

Strand bei Ballyconneely

Irlandreise (dritter Teil, 22. und 23.9.)

Das Wetter war die letzten beiden Tage fabelhaft (ja, in Irland ist das Wetter halt immer ein Gesprächsthema), blauer Himmel und in der Sonne deutlich über 20 Grad. Das geht hier schon als hochsommerlich durch. Und gerade in Connemara ist die Landschaft bei Sonnenschein doppelt so schön.
Den Sonntag habe ich geruhsam angehen lassen, u.a. habe ich den vorherigen Blogbeitrag verfasst (und bei der Internetverbindung hier war speziell das Hochladen der Fotos ein Geduldspiel; für heute habe ich die Bilder und damit die Datenmenge verkleinert).
Dann stand ein leichtes Mittagessen und ein Spaziergang durch den Ort auf dem Programm. Ja, und dann war es auch schon Zeit für das Sportereignis, auf das Irland seit Wochen hingefiebert hat: das „All Ireland“ Finale im Gaelic Football zwischen den Mannschaften aus den Counties Dublin und Mayo. Ich werde in Bälde einen eigenen Blogbeitrag zur GAA (Gaelic Athletics Association) und den Sportarten Gaelic Football und Hurling verfassen. Hier nur soviel: Dublin gewann mit einem Punkt Unterschied und damit zum zweiten Mal innerhalb von drei Jahren und für Mayo reichte es auch im siebten Finale seit dem letzten Gewinn des Pokals seit 1951 auch dieses Mal nicht zum Sieg. Wenn man den Kommentatoren glaubt, dann war das Spiel nicht von allerbestem Niveau.Abends stand dann das nächste Konzert an: im Station House Theater spielte Declan Sinnot, ein Urgestein der irischen Musikszene. Declan war Mitglied der Kultbands Moving Hearts und Horslips, produzierte die Creme de la Creme der Folk Musik wie Mary Black und tourt seit 2000 mit dem nach einhelliger (und auch meiner unbedeutenden) Meinung größten lebenden Musiker Irlands, Christy Moore. Von da her kannte ich Declan auch schon. Er hat letztes Jahr im zarten Alter von 61 Lenzen sein Debütalbum als Solokünstler veröffentlich und spielte gestern, gesanglich begleitet von Vicky Keating, aus diesem, dem anstehenden zweiten Album und Liedern aus fremder Feder.

Vickey Keating und Declan Sinnott

Vickey Keating und Declan Sinnott

Declan Sinnott

Declan Sinnott

Declan Sinnott

Declan Sinnott

Heute habe ich dann das Wetter (ja, schon wieder das Thema) genutzt und einige der „Must Do’s“ in Connemara genossen. Auch wenn ich schon so oft in dieser Gegend war (und hoffentlich noch oft hier sein werde) bin ich immer wieder von der Schönheit der Landschaft begeistert. Zuerst ging es durch das Lough Inagh Valley, einer wie der „Lonely Planet“ völlig zu Recht schreibt schönsten Touren Irlands. Es ist im Norden von den bis zu 700 m hohen Gipfeln der Maum Turk Mountains und im Süden durch die Twelve Bens begrenzt. Dann folgen talabwärts die von Torfmooren umgebenen Seen Lough Inagh und Derryclare Lough.

Lough Inagh Valley

Lough Inagh Valley

Lough Inagh Valley

Lough Inagh Valley

Lough Inagh Valley

Lough Inagh Valley

Lough Inagh Valley

Lough Inagh Valley

Lough Inagh Valley

Lough Inagh Valley

Von dort war es dann nicht mehr weit zur Kylemore Abbey. Über dieses sehenswerte und in wunderschöner Landschaft gelegene Bauwerk finden Sie in meinem Blog einen eigenen Beitrag.

Kylemore Abbey

Kylemore Abbey

beißen sie?

beißen sie?

Herbstboten in Kylemore Abbey

Herbstboten in Kylemore Abbey

gotische Miniaturkathedrale bei Kylemore Abbey

gotische Miniaturkathedrale bei Kylemore Abbey

Lake Kylemore

Lake Kylemore

Dining Room in Kylemore Abbey

Dining Room in Kylemore Abbey

Drawing Room in Kylemore Abbey

Drawing Room in Kylemore Abbey

Drawing Room in Kylemore Abbey

Drawing Room in Kylemore Abbey

Kylemore Abbey

Kylemore Abbey

Lake Kylemore

Lake Kylemore

Kylemore Abbey

Kylemore Abbey

Kylemore Abbey

Kylemore Abbey

Kylemore Abbey

Kylemore Abbey

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Kylemore Abbey

Kylemore Abbey

Kylemore Abbey

Kylemore Abbey

Nachdem ich nach einem reichhaltigen Frühstück das Mittagessen hatte ausfallen lassen meldete sich am Nachmittag ein wenig mein Magen und ich legte bei Walsh’s Bakery in Clifden einen kleinen Zwischenstop ein, nach dem es weiter zu Sky Road ging. Sie führt von Clifden aus entlang der Buchten Clifden Bay, Kingstown Bay und Streamtown Bay an der Atlantikküste entlang. Der Name Sky Road rührt von den eindrucksvollen Überblicken über die felsige und zerklüftete Küstenlinie und die sie umgebende Landschaft her, und auch von den teilweise enormen Steigungen der Straße, die dem Fahrer angeblich so vorkommen sollen, als ob er in den Himmel fährt. Mir geht es jedenfalls so. Man darf sich allerdings nicht davon abschrecken lassen, dass einem auf der zum Teil einspurigen Straße Autos (und ab und zu Schafe und Kühe) entgegenkommen. Ich war auch heute wieder einige Male im Rückwärtsgang unterwegs…

Sky Road Clifden

Sky Road Clifden

Sky Road Clifden

Sky Road Clifden

Sky Road Clifden

Sky Road Clifden

Sky Road Clifden

Sky Road Clifden

Sky Road Clifden

Sky Road Clifden

Sky Road Clifden

Sky Road Clifden

Sky Road Clifden

Sky Road Clifden

Sky Road Clifden

Sky Road Clifden

Sky Road Clifden

Sky Road Clifden

Sky Road Clifden

Sky Road Clifden

Sky Road Clifden

Sky Road Clifden

Irlandreise (zweiter Teil, 17. bis 21.9.)

Der Dienstag begann sehr trüb und nass. Erst am späten Vormittag besserte sich das Wetter etwas und ich machte mich auf nach Dunfanaghy, einer kleinen, netten Stadt ca. 25km nördlich von Gweedore. Dort genoss ich einen kurzen Rundgang und dann ging es zum Horn Head, einer Halbinsel mit spektakulären Aussichten. Die Klippen aus Quarzit sind bis zu 180m hoch und die ganze Gegend von Torf und Heidekraut bedeckt. Bei Sonnenschein ist alles sicher noch schöner.

Horn Head

Horn Head

Horn Head

Horn Head

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Horn Head

Horn Head

Horn Head

Horn Head

Horn Head

Horn Head

Gegen 17:00 fuhr ich nach Loughanure, wo mich an der Tankstelle Ronan McGarvey von Donegal Pens und seine Mutter Mary abholten und zu sich nach Hause lotsten. Über Donegal Pens gibt es hier einen eigenen Blogbeitrag. Die beiden Jungs sind einfach unglaublich. Die zeigten mir ihre Werkstatt und demonstrierten, wie sie die Kugelschreiber herstellen. Nach einer gewissen Zeit kam dann auch der stolze Vater Eoin nach Hause, der als Briefträger arbeitet. Wir hatten einen netten Plausch, unterhielten uns übers Geschäft, über das anstehende All Ireland Final und tausend andere Dinge. Natürlich gab es auch eine Tasse Tee.

Conor McGarvey

Conor McGarvey

die Werkstatt

die Werkstatt

Ronan McGarvey

Ronan McGarvey

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Eoin, Ronan und Conor McGarvey

Eoin, Ronan und Conor McGarvey

Am Mittwoch stand dann die Fahrt von Donegal nach Thurles im County Tipperary an. Im Radsport würde man das als die Königsetappe bezeichnen, es war wirklich „a long way to Tipperary“… Ich checkte im Castle Country House B&B ein und bekam ein wirklich schönes Zimmer. Da ich trotz der langen Reise noch Zeit hatte fuhr ich nach Cashel, um den berühmten Rock of Cashel zu besichten. Ich war vor zehn Jahren schon einmal hier gewesen, was nichts daran änderte, dass ich von der zu Irlands spektakulärsten archäologischen Anlagen gehörenden Burg erneut tief beeindruckt war.

Rock of Cashel

Rock of Cashel

Rock of Cashel

Rock of Cashel

Rock of Cashel

Rock of Cashel

Rock of Cashel

Rock of Cashel

Rock of Cashel

Rock of Cashel

Rock of Cashel

Rock of Cashel

Rock of Cashel

Rock of Cashel

Rock of Cashel

Rock of Cashel

Rock of Cashel

Rock of Cashel

Donnerstagvormittag stand ganz im Zeichen meines Besuchs bei Crossogue Preserves. Die Eigentümerin Veronica Molloy, die ich auf der „Showcase Ireland“ 2012 kennengelernt hatte war leider in der Schweiz um ihren Sohn zu besuchen, aber Mary und die anderen Angestellten kümmerten sich rührend um mich. Veronica Molloy ist in Kenia geboren und aufgewachsen und war Krankenschwester in England. Nach ihrer Hochzeit 1967 siedelte sie nach Irland über und lebt seitdem in Crossogue House, einer Farm, auf der alle Produkte wachsen, die sie in Handarbeit und kleinen Chargen zu den vielfach preisgekrönten Marmeladen, Konfitüren, Jellies, Chutneys, Curds und Relishes verarbeitet. Natürlich enthalten diese weder künstliche Farbstoffe, noch Aromen oder Konservierungsstoffe. Das alles macht den Herstellungsprozess langwierig und aufwendig, was aber durch einen einzigartigen Geschmack belohnt wird. Natülich durfte ich die Küche besichtigen und man gab mir auch ein paar Proben mit, die ich noch nicht in meinem Sortiment hatte.

in der Küche von Crossogue Preserves

in der Küche von Crossogue Preserves

in der Küche von Crossogue Preserves

in der Küche von Crossogue Preserves

in der Küche von Crossogue Preserves

in der Küche von Crossogue Preserves

das "Labeling Team"

das „Labeling Team“

in der Küche von Crossogue Preserves

in der Küche von Crossogue Preserves

Mary präsentiert die "Brandy Butter", einen der Weihnachtsklassiker von Crossogue Preserves

Mary präsentiert die „Brandy Butter“, einen der Weihnachtsklassiker von Crossogue Preserves

einige "Fresskörbe" von Crossogue Preserves

einige „Fresskörbe“ von Crossogue Preserves

Nach dem Abschied fuhr ich zur nahegelegenen Holycross Abbey.IMG_1581

Holycross Abbey

Holycross Abbey

Holycross Abbey

Holycross Abbey

Holycross Abbey

Holycross Abbey

 

Danach ging es zum Cahir Castle, Die beeindruckende Burg wurde 1142 von Connor O’Brien errichtet und ist eine feudale Fantasie aus Türmen, Gemächern, Verteidigungsanlagen und einer Zugbrücke.

Cahir Castle

Cahir Castle

Cahir Castle

Cahir Castle

Cahir Castle

Cahir Castle

Bankettsaal im Cahir Castle

Bankettsaal im Cahir Castle

Cahir Castle

Cahir Castle

Der Freitag führte mich dann endlich nach Clifden im wunderschönen Connemara, wo seit dem Vortag das 36. Clifden Arts Festival im Gange ist (siehe eigener Blogbeitrag“. Abends fand dann auch gleich das erste einer Reihe ausgezeichneter Konzerte statt, ein Gig von Zoe Conway, Donal Lunny und Mairtin O’Connor,

Zoe Conway, Donal Lunny und Martin O'Connor

Zoe Conway, Donal Lunny und Martin O’Connor

Donal Lunny

Donal Lunny

Zoe Conway

Zoe Conway

Mairtin O'Connor

Mairtin O’Connor

Irlandreise (erster Teil, 14. bis 16.9.)

Vorgestern ging es also los. Der Aer Lingus Flieger startete pünktlich um 11:50 und der Flug war bis auf ein paar kleinere Turbulenzen ruhig. Am Dublin Airport ging es dann mit dem Shuttlebus zur Abholung meines Mietwagens, eines schnuckeligen Skoda Fabia. Navi eingeschaltet und los ging es zu meiner ersten Station, dem Hilgrove Hotel und Spa in Monaghan Town, „Hauptstadt“ des gleichnamigen Countys. Natürlich waren dort zwei Hochzeitsfeiern im Gange, in irischen Hotels scheinen dauernd Hochzeitsfeiern stattzufinden. Immerhin standen zwei schöne Oldtimer vor dem Haus, auch wenn der Anlass traurig war.

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Direkt gegenüber des Hotels steht die eindrucksvolle St. Marcatan’s Cathedral.

St. Marcatan's Cathedral

St. Marcatan’s Cathedral

St. Marcatan's Cathedral

St. Marcatan’s Cathedral

Am nächsten Tag ließ ich es ruhig angehen, schließlich war Sonntag. Nach einem ausgiebigen irischen Frühstück marschierte ich in den Ort, mit ca. 6000 Einwohnern ein überschaubarer, aber sehr schöner Ort.
Das Stadtzentrum besteht aus vier untereinander verbundenen Marktplätzen, dem Kirchplatz, dem „Diamant“ und dem Old Cross Square. Diamant oder englisch Diamond ist eine im Norden Irlands gebräuchliche Bezeichnung für Stadtplatz.

Monaghan Town

Monaghan Town

Ronaghan in Monaghan

Ronaghan in Monaghan

Diamaond, Monaghan Town

Diamaond, Monaghan Town

‚Gott sei Dank gibt es in wirklich jedem irischen Ort, der aus mehr als fünf Häusern besteht einen Buchladen, so dass ich mich mit einem aktuellen „Lonely Planet Ireland“ versorgen konnte.
Am Nachmittag war eigentlich ein Besuch der „Swallow Studios“ von Liz Christy geplant, deren wunderschöne handgewebten Produkte in meinem Shop zu finden sind. Allerdings hatte sie mich bei einem ausgiebigen Lunch ‚vergessen“ und als sie sich bei mir meldete hatte ich schon zwei Irish Coffees intus und wollte nicht mehr fahren, weswegen wir das Ganze auf Montagvormittag verschoben. Den Nachmittag verbrachte ich also mit Fußball schauen in der Hotelbar und einem kleinen Spaziergang. Abends gab es ein Hot and Sour Soup und Chicken in Black Pepper Sauce beim unvermeidlichen Chinesen.

Heute (Montag) Morgen gab es wieder ein opulentes Frühstück und nach dem Auschecken machte ich mich auf den Weg zu Liz. Sie zeigte mir Ihr Studio mit den ‚Webstühlen, es gab natürlich eine Tasse Tee und einen netten Plausch mit Liz, ihrem Mann, Neffe und Nichte sowie den Mitarbeitern des Studios. Außerdem bekam ich eine neue beste Freundin, die Hündin des Hauses, Leyla, verschmust und enthusiastisch, und für ihre sieben Monate sehr sehr groß 🙂

Swallow Studio

Swallow Studio

Swallow Studio

Swallow Studio

Liz macht eines ihrer berühmten Schafe

Liz macht eines ihrer berühmten Schafe

Liz am Webstuhl

Liz am Webstuhl

Liz am Webstuhl

Liz am Webstuhl

Farben

Farben

Leyla

Leyla

Danach ging es über Omagh und Letterkenny zu meinem heutigen Ziel Gweedore im County Donegal. Das Wetter ist heute sehr „irisch“, ein sehr starker Wind und alle fünf Minuten abwechselnd Regen und Sonne – oder beides gleichzeitig. Deswegen genoss ich die wunderbare Landschaft überwiegend vom Auto aus und machte nur einen kurzen Stopp nahe des Glenveagh National Parks.

Glenveagh National Parks

Glenveagh National Parks

Glenveagh National Parks

Glenveagh National Parks

Für heute Abend habe ich einen Besuch in „Leo’s Tavern“ geplant. Das Pub wird von den Eltern der Mitglieder der bekannten Irish Folk Group Clannad und der noch bekannteren Sängerin Enya geführt. Darüber und über alle anderen Erlebnisse der nächsten Tage werde ich demnächst hier berichten.

Irlandreise September 2013

Nun sind es also noch knapp zwei Wochen bis zu meiner Irlandreise. Es wird eine kombinierte Arbeits- und Urlaubsreise sein, wobei es „Arbeit“ hier nicht wirklich trifft: einige meiner Lieferanten zu besuchen, ihnen bei der Herstellung ihrer Produkte über die Schultern zu schauen und mit ihnen Neuigkeiten auszutauschen ist ja nicht wirklich harte Maloche :).
Leider musste ich die Reise wegen eines Trauerfalls um ein paar Tage verkürzen, weil die Urnenbeisetzung am 11. September stattfindet. Mein Besuch beim Goldschmied Garret Mallon im County Louth und bei Tayto im County Tyrone in Nordirland fallen ins Wasser, auch den Urlaubsteil musste ich kürzen, ein Aufenthalt in Galway fällt dieses Mal leider aus.
Nun geht es also am 14.9. los, mein Aer Lingus Flug führt mich direkt von München nach Dublin. Dort übernehme ich dann meinen Leihwagen (Gott sei Dank macht mir der Linksverkehr überhaupt nichts aus) und es geht nach Castleblaney im County Monaghan, wo ich zwei Nächte im Glencarn Hotel verbringen werde. Mein Besuch dort gilt Liz Christy, der Textildesignerin und Weberin, von der ich wunderschöne Bouclés im Angebot habe sowie ihre berühmten Schafe aus Wolle, sei es als Schlüsselanhänger, Brosche oder auf einer Grußkarte. Jedes Stück ist ein Original, die Wolle wird per Hand gefärbt und dann am mechanischen Webstuhl gewoben.

Liz Christy von „Handmade by Liz“

Danach geht es nach Gweedore im County Donegal, wo ich Rónán & Conor McGarvey von den „Donegal Pens“ besuchen werde. Jeder, der meinen Shop bisher ein wenig verfolgt hat weiß, dass mir die beiden Jungs und ihre handgefertigten Kugelschreiber aus Holz besonders in Herz geschlossen habe. Sie sind 15 und 13 Jahre alt und die wahrscheinlich jüngsten Entrepreneure Irlands. In ihrer Heimat haben sie es bereits zu einer gewissen Berühmtheit gebracht und das nicht nur wegen ihres Alters, sondern auch wegen der Produkte, die sie herstellen. Sobald die Hausaufgaben erledigt sind, machen sie sich auf in ihre Werkstatt (d.h. in den Gartenschuppen ihrer Eltern) und drechseln aus verschiedenen Holzarten Kugleschreiber. Und nicht zuletzt sind sie gewitzte Marketingexperten: Sänger Daniel O’Donnell, (Ex-)Taoiseach Brian Cowen, der Vorsitzende der Labour Partei Eamon Gilmore and Sinn Fein Präsident Gerry Adams bekamen bereits einen Kugelschreiber von den beiden Brüdern geschenkt. Auch US Präsident Barack Obama und seine Familie sind seit ihrem Besuch beim G8 Gipfel in Nordirland stolze Besitzer von Donegal Pens.

Ronan and Conor McGarvey

Weiter geht es nach Thurles im County Tipperary zu Veronica Molloy von den Crossogue Preserves. Sie ist in Kenia geboren und aufgewachsen und war Krankenschwester in England. Nach ihrer Hochzeit 1967 siedelte sie nach Irland über und lebt seitdem in Crossogue House, einer Farm, auf der alle Produkte wachsen, die sie in Handarbeit und kleinen Chargen zu den vielfach preisgekrönten Marmeladen, Konfitüren, Jellies, Chutneys, Curds und Relishes verarbeitet. Natürlich enthalten diese weder künstliche Farbstoffe, noch Aromen oder Konservierungsstoffe. Das alles macht den Herstellungsprozess langwierig und aufwendig, was aber durch einen einzigartigen Geschmack belohnt wird.

Veronica Molloy von Crossogue Preserves

Danach beginnt der offizielle Urlaubsteil, den ich in Clifden in Connemara im County Galsway verbringen werde. Dort findet vom 19. bis 29. September das 36. Clifden Arts Festival statt, bei dem ich mittlerweile Stammgast bin. Nähere Informationen findet Ihr im Artikel „Clifden Arts Festival“ hier im Blog. Ich freue mich schon riesig darauf.

Clifden Arts Festival

Clifden Arts Festival

Am 29. mache ich mich dann auf den Weg zurück nach Dublin, den ich im Mount Wolseley Hotel Spa & Country Club in Tullow unterbrechen werde. An diesem Tag werde ich auch noch William McClintock Bunbury, dem Gutsbesitzer des Lisvanagh Estate und Eigentümer von Bunbury Boards einen Besuch abstatten. Bunbury Boards wurden 2008 in Lisnavagh, County Carlow gegründet. Alle Produkte werden aus Bäumen des Landbesitzes von Lisnavagh Estate hergestellt und der Gewinn dient dazu, dieses einmalige Landhaus und die Wälder zu erhalten. Jedes Produkt besitzt einen individuellen Code, mit dem Sie es bis zur Geschichte des Baums zurückverfolgen können, aus dessen Holz es hergestellt wurde und sie erfahren, was unternommen wurde, um ihn zu ersetzen.

Carving Board von Bunbury Boards

Am 30.9. geht es dann wieder nach Hause. Natürlich werde ich Euch hier im Blog über meine Reise mit vielen Berichten und Fotos auf dem Laufenden halten, soweit möglich gleich während des Trips und selbstverständlich auch danach.
Ich hoffe, ich werde Euch mit der Faszination für Irland und seine Produkte etwas anstecken können.

Burren

Der Burren (irisch An Bhoireann „steiniger Ort“) ist eine Karstlandschaft im Nordwesten des County Clare.
Der Zauber, der von dieser ca. 250 Quadratkilometer großen Landschaft ausgeht, ist schwer zu beschreiben. Des öfteren liest man von einer „Mondlandschaft“, was für mich aber trotz der oberflächlich betrachtet kargen Landschaft absolut unzutreffend ist. Wenn es auch kaum Bäume gibt (die Vegetation besteht hauptsächlich aus Gräsern, Kräutern, Moosen und Flechten) finden sich hier viele mediterrane, alpine und sogar arktische Pflanzen, die man sonst nur selten vergesellschaftet und ansonsten nirgendwo in Irland findet. Seit den Neunzigerjahren des letzten Jahrhunderts ist ein Teil des Burren Nationalpark, 1.100 der insgesamt 1.400 in Irland beheimateten Pflanzenarten sind hier zu finden (so viel zum Thema Mondlandschaft).
Auch viele Tierarten kann man hier sehen: allein 28 Schmetterlingsarten wurden gezählt, auch Vögel sind zahlreich vertreten, darunter viele Seevögel. Selten hingegen sind im Burren-Gebiet Säugetiere.
Der Burren wird von den Orten Ballyvaughan im Norden und Kilfenora im Süden begrenzt. In etwa dazugehörig ist ein größerer Bereich, den die Doorus-Halbinsel im Norden und die Orte Corofin und Lisdoonvarna im Süden und Kinvara im Nordosten begrenzen. Die Aran Islands sind die geologische Fortsetzung des Burren in der Bucht von Galway.
Die Oberfläche des Burren ist durch etwa knietiefe Karren in rechteckige Felder gegliedert. Sie wurden durch Oberflächenwasser gebildet, das sich auch heute noch nach stärkeren Regenfällen in sogenannten Turloughs sammelt. Auch horizontal haben sich die Platten durch Klüftung, die „Clints“, voneinander getrennt. Läuft man über das Plateau, so klackt etwa jede 25. Platte, weil sie sich von ihrer Auflage gelöst hat. Die losen Kalksteinplatten haben Stärken zwischen 15 und 25 cm und wurden beim Bau der älteren Steindenkmäler verwendet. Oliver Cromwell charakterisierte den Burren nach einem Kriegszug in das Gebiet so: „Kein Baum, an dem man einen Mann aufhängen, kein Tümpel, worin man ihn ersäufen, keine Erde, in der man ihn verscharren könnte.“ (Wikipedia)
Am Besten erwandert man sich den Burren, man kann sich ziellos treiben lassen, oder eine der Sehenswürdigkeiten ansteuern. Es gibt unzählige Ringforts, Kloster-, Kirchen- und Burgruinen, Hochkreuze, Höhlen (die bekannteste und absolut sehenswert: Ailwee Cave) und Grabstätten (an oberster Stelle ist hier der Poulnabrone Dolmen zu nennen, das wissen auch Busunternehmen und viele Individualtouristen, also am besten morgens oder abends besuchen, sonst leidet der Zauber dieser prähistorischen Stätte arg und Lärm und Gedränge).
Sollten Sie nicht so gut zu Fuß sein oder nicht so viel Zeit haben, so empfehle ich eine Rundtour von Lisdoonvarna durchs Binnenland nach Ballyvaughan und dann die Küste entlang über Fanore zurück nach Lisdoonvarna. Von dort ist es dann auch nicht mehr weit zu den Cliffs of Moher.
Kilfenora bietet das Burren Centre mit umfangreichen Informationen zu dieser faszinierenden Landschaft und einem schönen Modell der ganzen Gegend.

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Ciao ciao

So, der letzte Strandtag ist vorbei, morgen geht es von Bella Italia zurück in die Heimat und dann wird auch wieder fleißig gebloggt.

Ich freue mich übrigens auch über Kommentare und Anregungen, seid nicht so zurückhaltend 🙂

Showcase Ireland

linnen mosse_1 mosse_2 showcase bunburry crossogue garrett glass_1 glass_2 glass_3 glass_4 LizIm Januar dieses Jahres war ich bereits zum zweiten Mal auf der „Showcase Ireland“ zu Gast.Die größte Messe des Landes für Kunsthandwerk wird im Auftrag des „Crafts Council of Ireland“ veranstaltet und ging heuer bereits zum 37. Mal über die Bühne. Wie immer fand sie im RDS, dem Ausstellungsgeländer der Royal Dublin Society im Dubliner Stadtteil Ballsbridge statt. Mehr als 350 Aussteller präsentierten dort ihre Erzeugnisse für Wiederverkäufer aus der ganzen Welt, sodass ich drei Tage lang voll beschäftigt war. Auch hervorragende Vorträge zu verwandten Themen wurden angeboten. Gott sei Dank fand die Tage danach das Temple Bar TradFest statt, sodass ich mich bei Konzerten und Freiluftveranstaltungen erholen konnte 🙂 .
Die Themenschwerpunkte waren Mode, Strickwaren, Schmuck, Wohnungsausstattung und Geschenkartikel.
Für mich galt es zum einen, den Kontakt zu mir bereits bekannten Kunsthandwerkern aufrecht zu erhalten und zum anderen, neue Dinge zu entdecken. Es war sehr schön für mich, bekannte Gesichter wiederzusehen und einen Plausch mit ihnen zu halten, zu sehen welche neuen Produkte sie anbieten und was ihre Pläne für das kommende Jahr sind. Bei alten und frischen Kontakten konnte ich Bestellungen abgeben und dafür sorgen, dass Sie in meinem Shop so viel interessantes und schönes Kunsthandwerk in ausgezeichneter Qualität finden können.